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Indianderzauber gebrochen?



xx Antje Babendererde hat ihren schriftstellerischen Schwerpunkt auf die Indianer gelegt und diese Natürlichkeit und Ehrlichkeit in ihren Büchern hat mich bisher immer wieder aufs neue verzaubern können. So sehr, dass "Libellensommer" eines meiner Lieblingsbücher geworden ist. Natürlich lässt man sich als Babendererde-Fan auch kein neues Buch entgehen und "Indigosommer" klingt nach einem perfekten Sommerbuch. Allerdings hat auch Babendererde etwas an ihrem Schreibstil verändert und das meiner Meinung nicht zum Guten. Wiederholungen und eine flache Sprache haben für mich den Lesespaß gedämpft. Klar, die Liebe zwischen den beiden Hauptpersonen Smilla und Conrad war schön, aber mehr auch nicht. Wirklich verzaubert hat sie mich irgendwie nicht.

Inhalt: Es geht um Smilla, die ein Auslandsjahr in Amerika verbringt. Ihre Gastgeschwister haben für die Sommerferien jedoch etwas anderes geplant: Einen Surfausflug mit Freunden nach La Push. La Push ist natürlich bekannt durch die Biss-Reihe und wird auch einige Male damit in Zusammenhang gebracht, was nach einer Zeit irgendwie ein wenig nervig wird. Am Ende darf Smilla jedoch mit ihnen fahren, obwohl sie selbst nicht surft. In La Push spürt sie sofort die Feindseligkeit der dort Einheimischen, die einen besonderen Hass auf die Surfgruppe zu haben scheint. Auch als der geheimnisvolle Conrad ihr das Leben rettet, lässt dieser seinen Hass nicht unbedeckt, doch aus dem anfänglichen Misstrauen entwickelt sich eine Liebe zwischen Smilla und Conrad. Und Smilla findet langsam heraus, was im letzten Sommer in La Push geschehen ist und die Vergangenheit holt auch die Surfgruppe wieder ein.

Auszug:
"Die Gischt in der Brandung schimmerte nicht weiß, sondern blau. Es war ein indigoblaues Leuchten und Flimmern entlang der gesamten Brandungslinie. Das Meer sprühte Funken. Fasziniert starrte ich auf das Schauspiel. Und dann sah ich ihn. Den einsamen Wellenreiter in der Nacht. Seine schwarze Gestalt im Licht des vollen Mondes hatte etwas Gespenstisches, so, als wäre er nicht von dieser Welt."

Was im letzten Sommer in La Push geschehen ist, erfährt man durch Conrads Gedanken eigentlich ziemlich schnell und irgendwie weiß man auch, was in etwas passiert sein muss. Die Ereignisse, die dann jedoch später noch geschehen waren nicht vorraussehbar, aber sie haben mich auch eher geschockt, als gebannt. Ich weiß nicht genau, das Buch war ok. Zum zwischendurch lesen ganz nett und auch sicherlich spannend, aber irgendwie war es für mich nicht der Babendererde Stil. Irgendetwas hat mir einfach gefehlt.

 

Allerliebste Grüße, eure Marie
3.8.10 12:10
 


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