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Da ist er wieder: Der Indianerzauber!



xxIrgendwie ist das so mit den Interessen. Wenn man sich zu viel mit ihnen beschäftigt kühlen sie ab und man kann sich nicht mehr so sehr für sie begeistern. Das ist sicherlich auch eine Altersfrage, aber eigentlich finde ich die Romane von Antje Babendererde zeit und alterlos. Das letzte Buch, dass ich von ihr gelesen habe war "Indigosommer" und hat mich nicht so ganz überzeugen können (eine Rezension könnt ihr hier auf dem Blog finden). Ich habe daher auch mehrmals überlegt, ob ich mir ihr neu überarbeitetes Buch "Rain Song" überhaupt zulege - schließlich würde es auch wieder um Indianer gehen. Schließlich konnte ich doch nicht daran vorbei gehen und es landete in meinen Händen. Und ich muss sagen: Es hat meine Babendererde-Hoffnung wieder aufkeimen lassen und sie hat mich abermals davon überzeugen können, was sie kann. Das Buch ist diesmal auch kein klassischer Jugendroman, denn er ist aus der Sicht einer Frau geschrieben, die außerdem eine kleine Tochter hat und allein deswegen hatte ich Zweifel, ob ich mich überhaupt in den Charakter hinein versetzen kann. Doch diese Gedanken verweilten nicht lange.

Inhalt: Hanna möchte den Vater ihrer Tochter Ola finden, der sie vor einigen Jahren verließ, um sie später nach Neah Bay zu holen. Doch der Indianer Jim meldet sich nicht mehr. Hanna ist verletzt, doch sie, ihre Tochter und ihre Liebe zu Jim bleiben in Deutschland bis Ola beginnt Fragen über ihren verschollenen Vater zu stellen. In der Angst sie könnte Ola enttäuschen und auch weil sie selbst Antworten sucht, fliegt sie für 4 Wochen nach Neah Bay, wo sie sich auf die Suche nach Jim begeben will. Am ersten Tag jedoch geschieht ein Unfall: Hanna stürzt eine Klippe hinunter und der Indianer Greg kann ihr gerade noch das Leben retten. Bald muss Hanna feststellen, dass sie nicht willkommen zu sein scheint und viel mehr Menschen sich an sie erinnern können, an die deutsche Frau, die ihnen Jim, den Meisterschnitzer, nahm. Zusammen mit Greg macht sie sich auf die Suche nach Jim und kommt schon bald seinem schrecklichen Geheimniss auf die Spur.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch dermaßen schnell in seinen Bann ziehen würde, doch mit dem ersten Wort konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe eineinhalb Tage für das Buch gebraucht und bereue es nicht, es gekauft zu haben. Die zweite Chance für Babendererde hat sich aufjeden Fall ausgezahlt. In diesem Buch findet man nicht nur Spannung und die Kultur der Indianer, sondern auch Liebe, Hass und die natürlichen Ängste der Menschen. Es geht nicht nur um die Suche nach Jim, sondern auch um ein anderes Geheimnis das in Neah Bay sein Unwesen treibt. Es geht auch um eine neue Liebe zwischen Greg und Hanna. Wieder und wieder kann Babendererde mich mit der Ehrlichkeit und Natürlichkeit ihrer Worte in den Bann ziehen und abermals habe ich mich in ihre männliche Hauptfigur Greg verliebt. Das Alter der Protagonisten stört recht wenig und mir ist es während des Lesens auch kaum aufgefallen. Das Geheimnis von Jim bleibt lange verschlüsselt und man kommt nicht darauf, was mit ihm geschehen sein könnte, ob er Hanna nur benutzte oder seine Liebe zu ihr doch echt war und er sich mit ihr ein neues Leben aufbauen wollte, wie er es versprochen hat.

Ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen, wenn ihr die Bücher von Antje Babendererde mögt und euch für Indianer begeistern könnte. Ein All-Age-Buch mit vielen Facetten, Spannung und Gefühl.

Allerliebste Grüße, Marie
27.8.10 20:10
 


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