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Schattenblüte - Die Verborgenen ~ Rezension



Guten Morgen Ihr Lieben,

Ich hab's endlich geschafft und meine Rezension zu Schattenblüte: Die Verborgenen geschrieben. Das Buch hab ich ja schon seit Ewigkeiten durch, bin aber irgendwie nie dazu gekommen.


xx Inhalt:
Nach dem Tod ihres Bruders Fabian und dem daraus resultierenden Umzug, ist Luisas Leben nicht mehr wie es war. Während ihre Eltern alles vergessen wollen, was mit ihrem verstorbenen Sohn zu tun hat, will Luisa nicht mehr Leben. Sie beschließt zu sterben und zwar an einem Ort, an dem sie niemand finden würde: Mitten im Wald in einer alten Ruine, doch gerade als sie springen will wird sie von einem düsteren jungen Mann aufgehalten. Luisa ist vom ersten Augenblick fasziniert von dem geheimnisvollen Thursen, der verschwindet und kommt, wie es ihm passt. Bald muss sie feststellen, dass er kein normaler Junge ist, denn Thursen lebt mit anderen Jugendlichen im Wald. Jugendliche, die vergessen wollen. Jugendliche, die keine Menschen sind und sich in Wölfe verwandeln können. Mit jeder Verwandlung vergessen sie den Menschen in sich, bis sie sich irgendwann nicht mehr verwandeln können und immer Wolf bleiben. Auch für Thursen ist es bald so weit.

Schreibstil:
Zu Beginn des Buches war ich wirklich sehr skeptisch, da die Sätze sehr kurz und dadurch teilweise abgehackt wirken, was anfangs den Lesefluss leicht gehemmt hat. Mit der Zeit hat er mir jedoch immer besser gefallen, bis ich dann nicht mehr zu lesen aufhören konnte. Ich finde, dass diese kurzen Sätze sehr gut Luisas Trauer über den Tod ihres Bruders darstellen. Auch einen Hauch Poesie findet man in den Wörtern und Sätzen in Schattenblüte, die Luisas Gefühle und Gedanken zu Bildern werden lassen. Teilweise besteht ein Satz auch nur aus einem Wort, was mich oft fasziniert hat. Allerdings kann das auf Dauer auch etwas nervtötend sein.

Meinung:

Ich habe sehr schnell in das Buch hinein gefunden und es innerhalb von einem Tag durchgelesen. Man konnte sich einfach so schnell in Luisas Welt wiederfinden und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen, die einen sehr bewegen und mitreißen. Zusammen mit ihr erkundet der Leser die neue Umgebung, leidet mit ihr und verliebt sich mit ihr in Thursen mit den Schattenaugen.

Vielen Aspekten stand ich anfangs negativ gegenüber, wie beispielsweise dem Verhalten der Eltern, doch denkt man genauer darüber nach, kann man dieses erst nachvollziehen. Mann muss sich vor Augen halten, dass sie gerade ihren Sohn verloren haben und nun auch noch um ihre Tochter bangen müssen, da diese in ihrem eigenen Leben nicht mehr weiterkommt. So habe ich einerseits die verzweifelten Eltern verstanden und andererseits auch Luisa, die nicht verstehen kann, warum ihre Eltern nur noch vergessen wollen und nicht so sehr für sie da sind, wie es gebraucht hätte. Dennoch wurde ich teilweise sauer, als ich gelesen habe, wie beide Parteien miteinander umgehen. Sehr gut umgesetzt fand ich die Idee mit den Werwölfen, die mich direkt in ihren Bann gezogen hat. Es wirkt sehr tiefgründig und realistisch, dass es alles Jugendliche sind, die etwas grausames erlebt haben und deswegen vergessen wollen. Das sie mit dem Wolfsein auch immer weniger vom Menschsein wissen hat mir auch sehr gut gefallen. Die Charakter sind liebevoll und tiefgründig gezeichnet, sodass man beinahe jeden ins Herz schließt, jedoch auch manche Seiten nicht vollständig nachempfinden kann. Besonders gut haben mir Thursen, Sjöll und Anja gefallen, da sie für mich besonders glaubwürdig und lebendig rüberkamen. Aber auch die Protagonistin Luisa war mir sehr symphatisch. Vorallen Dingen in der Szene, in der Thursen ihr gesteht, was er ist:
Danke, Nora Melling, dass Sie endlich einen Charakter geschaffen haben, der nicht sagt: „Ach? Du bist ein Vampir? Ich lieb dich trotzdem.“, sondern der Angst hat, wegrennt und nicht mehr weiß, wie er mit demjenigen umgehen soll. Spätestens ab der Szene war Luisa für mich eine der besten Charaktere in der Romantasyliteratur nach dem Mädchen wie Bella oder Ellie alles direkt akzeptiert und nicht an die Folgen gedacht haben.
Tränen wurden dann auch beim Ende vergossen, welches meiner Meinung einer der besten Teile des Buches ist, da die Geschichte wirklich sehr gut gelöst wurden ist und sogar noch sehr viel Spannung aufgebaut wurde.

Alles in Allem ist Schattenblüte eine gute Fantasygeschichte, in der man sich für einige Momente verkriechen kann. Vorallen Dingen in der jetztigen kalten Jahreszeit kann ich dieses Buch empfehlen. Schattenblüte – Die Verborgenen ist der Auftakt einer Trilogie, auf dessen Nachfolger ich mich jetzt schon sehr freue.

Wertung: 4/5

Wünsch euch ein schönes Wochenende,
Eure Marie

11.12.10 10:36
 


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