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Lamento: Im Bann der Feenkönigin ~ Rezension.



Hallöchen ihr Lieben,

Bevor ich jetzt Smaragdgrün rezensiere, habe ich noch etwas anderes gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Und zwar ist es von Maggie Stiefvater. Nachdem ich "Nach dem Sommer" von ihr gerade zu verschlungen hatte, um dann zu erfahren, dass sie noch zwei weitere Bücher geschrieben hat, musste ich mich natürlich auch von "Lamento: Im Bann der Feenkönigin" überzeugen lassen. Und ich habe nicht nur ihren Schreibstil wiedererkannt, ich habe auch wieder eine wunderschöne Geschichte vorgefunden, die mich zum träumen gebracht hat.


xx Inhalt:
Vor den Auftritten mit ihrer Harfe ist die sechzehnjährige Deidre immer so nervös, dass sie sich übergeben muss, doch bei diesem einen taucht plötzlich der attraktive, undurchschaubare Luke Dillon auf, den sie aus ihren Träumen kennt. Er beruhigt sie und da beide Musik machen, beschließen die beiden als Duett aufzutreten und gewinnen den Wettbewerb. Luke taucht immer wieder in Deidres Leben auf, sodass sie sich immer näher kommen, doch während Luke kaum etwas von sich preisgibt, geschehen um Deidre herum merkwürdige Dinge. Immer wieder findet sie vierblättrige Kleeblätter, ein merkwürdiger Mann scheint sie zu verfolgen und bald stellt sie fest, dass sie übernatürlich Fähigkeiten zu haben scheint. Und dann ist da ja noch Luke mit seinen tausenden Geheimnissen und seinem Dolch...

Schreibstil:

Maggie Stiefvater hatte mich bereits mit "Nach dem Sommer" davon überzeugt, dass sie wahres Schreibtalent besitzt. Ihr Stil ist voll von Metaphern und Poesie und hat mich auch in "Lamento" immer wieder überzeugt. Man hat zwar gemerkt, dass sie es vor "Nach dem Sommer" geschrieben hat, jedoch bin ich über diese kleinen Steinchen nicht gestolpert und das Buch hat mich dennoch mitgerissen.

Meinung:
Als ich das Buch begonnen habe, war ich eher skeptisch, denn man wird wirklich direkt in die Geschichte hineinkatapultiert, ohne das man genau weiß, worum es jetzt eigentlich geht. Auch Luke tritt scheinbar total zusammenhanglos auf und zwischen ihm und Dee entfacht sehr schnell eine starke Verbundenheit. Dies hat mich zunächst zwar verwirrt, mich aber nach und nach immer tiefer in das Buch gezogen, weil mich Luke mit seinen Geheimnissen und seiner Art immer wieder verzaubert hat.
Ich habe mich immer wieder darauf gefreut in dem Buch zu versinken, denn außer ganz viel Romantik und einer interessanten, erfrischend neuen Geschichte, verbirgt sich noch eine ganze Menge Spannung zwischen den Seiten.
Das es um Feen geht, sagt ja bereits der Titel und um ehrlich zu sein habe ich eigentlich langsam die Schnauze voll von diesem Thema, weil es am Ende ohnehin immer auf das Gleiche hinausläuft, doch Stiefvaters Feen haben mich mitgerissen.
Sie werden als gefährliche Wesen dargestellt, die sowohl Tier- als auch Menschengestalt haben können und waren für mich faszinierend, wie auch abschreckend. Die Autorin vermischt außerdem Fantasy mit der irschen Sagenwelt, was mir auch sehr gut gefallen hat. So hat die Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre, die den Leser bannt.

Doch nicht nur das, auch die Charaktere waren überzeugend.
Deidre hat mich eigentlich sehr gut gefallen. Ein gewöhnliches, eher freakiges Mädchen mit einer großen Leidenschaft, der Musik, und mit einer Geschichte. Allerdings fand ich sie zeitweise irgendwie egoistisch, aber das muss jeder selbst beurteilen. Außerdem war sie mir zu Beginn etwas zu leichtgläubig was Luke betrifft, denn sie hinterfragt erst kaum etwas, das er tut und beitelt ihn lediglich als "geheimnisvoll", was eigentlich nicht zu ihrem restlichen Charakter passt, da sie sonst sehr reif und vorsichtig ist.
Ihr bester Freund James war mir außerdem auch sehr symphatisch. Er nimmt die Rolle des Freaks ein und hat mich oft an Simon aus den Chroniken der Unterwelt erinnert mit seinen Shirts und Sprüchen.
Am besten gefallen hat mir natürlich Luke, der geheimnisvoll und undurchschaubar ist und eine vielschichtige Persönlichkeit, die sich erst ganz am Ende völlig offenbart. Ich wurde aus ihm oft nicht schlau, da ich oft dachte, dass er Dee womöglich nur benutzt und dann wieder der festen Überzeugung war, dass er sie lieben muss. Seine Geschichte hat mir am Besten gefallen und mich sehr berührt. Einzige Kritikpunkte sind für mich der eher schwere Einstieg in die Geschichte und Deidres Egoismus, den ich an manchen Stellen wirklich nicht nachempfinden konnte.

Alles in Allem ist das Buch jedoch wunderschön und hat mich innerhalb von kürzester Zeit verzaubert.
Es ist auf jeden Fall etwas für diejenigen die "Gegen das Sommerlicht" gelesen haben, Irland und seine Sagenwelt mögen und Romatasy lese. Ich für meinen Teil konnte mir einige wirklich schöne Lesestunden mit diesem Buch machen.

Die Geschichte geht übrigens weiter in dem Buch "Ballade", jedoch ist es aus James Sicht geschrieben und ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf, da ich mich mit James sehr gut identifizieren konnte.

Wertung: 4/5
Vielen Dank an


 für die freundliche Bereitstellung des Buches!

Eure Marie

20.12.10 17:58
 


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