probably the same
header

Rezension: Wake - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast.



So, hier bin ich schon wieder...

und dieses Mal mit einem Buch über Träume. Träume und träumen ist für mich ein sehr interessantes und gleichzeitig ja auch unerforschtes Thema, weswegen es mich immer ziemlich fasziniert hat. So musste ich natürlich auch "Wake" lesen - Schließlich geht es hauptsächlich um Träume. Das Buch hat mich zuerst eher skeptisch zurück gelassen und mich auch nicht voll und ganz überzeugen können. Dennoch hat die Geschichte mir Spaß gemacht und war sehr interessant.


xx Inhalt: Janie Hannagan scheint nur Pech in ihrem Leben zu haben. Sie wächst bei ihrer alkoholabhängigen Mutter auf, findet kaum Freunde, hat kein Geld und zu allem Überfluss hat sie eine Gabe, die mehr Fluch als Segen ist: Janie wird in die Träume anderer Menschen gezogen, wenn in ihrer Nähe jemand einschläft. Sie kann es weder kontrollieren, noch kann sie in den Träumen etwas bewirken oder sich aus ihnen befreien, doch sie hat keine Wahl. Um ein Stipendium zu bekommen, ackert sie hart für ihren Abschluss, arbeitet nebenbei und versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Mit der Zeit kommt sie Carl näher, einem Schulkameraden, der sich innerhalb kürzester Zeit sehr verändert hat und er wird ihr einziger Vertrauter. Bald schon stellt sie fest, dass sie mit etwas Anstrengung doch agieren kann...

Schreibstil:
Ich muss sagen, dass mich Lisa McManns Schreibstil zu Beginn der Geschichte sehr gestört hat. Ist er doch sehr abgehackt und in kurzen Sätzen gefasst, was den Lesefluss erheblich stört. Teilweise hat es für mich so gewirkt, als wolle sie die Geschichte nur so schnell wie möglich runterrattern, anstatt sie mit Wörtern zu erzählen. Allerdings hat der Schreibstil auch dazu beigetragen, dass eine düstere Atmosphäre entstand, die sich durch das ganze Buch gezogen hat. Sie hat Janies Situation wiedergespiegelt. Was ich schade fand war, dass die Schrift besonders groß ist und das Buch trotzdem sehr dünn.

Meinung:
Trotz der Startschwierigkeiten hat mich die Geschichte um Janie nicht losgelassen. So konnte ich nicht aufhören zu lesen, auch wenn ich dem Buch eher skeptische gegenüberstand. Die Geschichte ist in große Kapitel eingeteilt, die teils in relativ kurze Absätze eingeteilt, welche anfangs auch aus der Sicht der achtjährigen Janie geschildert wird. Die Absätze sind mit einem Datum oder einer Uhrzeit betitelt, sodass man nie den Überblick verliert. Die Atmosphäre ist sehr düster und distanziert, da Janies Schicksal sehr von ihrem sozialen Umfeld geprägt ist und sie deswegen kaum Freunde hat.

Auch die Träume, in die sie eintauchen muss sind nicht immer rosig. Im Gegenteil: Meistens gelangt sie in Albträume, die sie selbst sehr mitnehmen. Sie arbeitet beispielsweise in einem Altersheim, in dem die Bewohner teils von ihrer Vergangenheit träumen und das auch in Schwarz/Weiß. Es war daher immer sehr interessant die Träume mit zu erleben. Es gab die typischen Träume, wie Fallen oder nackt zwischen vielen Menschen zu sein. Es gab aber auch diese Träume, in denen Vergangenes verarbeitet wird. Janie kann in diesen ganzen Träumen stets nur zusehen und nich selbst ins Geschehen eingreifen, auch wenn die Träumer sie bemerken und mit ihr reden. Bis sie es schließlich durch Konzetration und Übung doch hinbekommt.

Währenddessen kommt sie Carl näher, der mir als einziger neben Janie wirklich sympathisch war, da er nicht nur an sich selbst gedacht hat. Doch dann scheint er sich zu verändern und sein Bild von ihm hat sich immer mehr verschlechtert. Die Fragen beantworten sich jedoch am Ende und klären sich beinahe ganz. Ein weiterer Charakter tritt in den Vordergrund und in mein Interesse. Mrs Stubin, eine blinde Bewohnerin des Altersheims, die zu wissen scheint, was Janie erlebt und ihr in einem Traum hilft. Auch sie wird vermutlich im nächsten Teil noch eine Rolle spielen.

Zusammenfassend war "Wake - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast" eine sehr interessante Geschichte, die mich zwar verwirrt und skeptisch gemacht hat, mich aber doch so sehr faszinierte, dass ich nicht mehr zu lesen aufhören konnte. Eine gute Geschichte für zwischendurch, die einen in eine völlig neue Welt entführt, in der man die Träume anderer Menschen miterleben kann. Ich bin sehr gespannt, wie es in "Dream" weitergeht und frage mich, ob alle Fragen beantwortet werden können.

Wertung: 3,5/5

Vielen Dank an den Boje-Verlag für die freundliche Bereitstellung von "Wake".

Eure Marie
27.12.10 13:14
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stephie / Website (27.12.10 14:04)
Mir ging es mit dem Buch ganz genauso. Der Schreibstil hat mich gestört, aber die Handlung hat mich irgendwie in ihren Bann gezogen

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Design
Gratis bloggen bei
myblog.de