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Rezension: Mottentanz ~ Lynn Weingarten



Guten Abend/Nacht meine Lieben,

Ich habe gerade Mottentanz von Lynn Weingarten zu Ende gelesen, welches im März 2011 erscheinen wird und wollte es euch direkt vorstellen, da es mich berührt und mitgerissen hat.


xx Inhalt:
Seit zwei Jahren ist Ellies Schwester Nina nun schon spurlos verschwunden. Ellie weiß kaum etwas von ihr, weiß nicht, wo sie sein könnte oder warum, weiß nicht, wo sie suchen könnte bis sie eines Tages einen Hinweis findet. Einen Zettel mit einer Zeichnung von Nina, auf welcher eine Nummer steht. Ellie hangelt sich von Hinweis zu Hinweis und trifft auf einer Party den charmanten und dennoch merkwürdigen Sean. Sogleich spürt sie eine Verbindung zu ihr, denn auch Sean hat seinen Bruder verloren. Zusammen machen sie sich auf die Suche und verfolgen Ninas Spuren, doch bald muss Ellie feststellen, dass die Wahrheit sehr grausam und gefährlich sein kann...

Schreibstil:
Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte hinein gefunden und fand Lynn Weingartens Schreibstil sehr warm und sympathisch, sodass ich mich auch schnell wohl fühlte. Das Buch ist aus der Sicht von Ellie geschrieben, sodass man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt bekommt. Gekonnt erzählt und beschreibt Weingarten die Geschichte, sodass ichh oft alles wie in einem Film gesehen habe und mir das Geschehen und die Orte immer gut vorstellen konnte. Das Buch richtet sich an Jugendliche und dementsprechend ist auch der Schreibstil - Nicht zu verschachtelt, aber auch nicht zu flach. Meiner Meinung nach hat Weingarten einen guten Ausgleich gefunden.

Meinung:
Mottentanz ist eine Reise, auf die man sich für gut 300 Seiten begeben kann und die nicht langweilig wird. Ganz im Gegenteil: Lynn Weingarten baut von Anfang an eine gewisse Spannung auf, die sie mit jedem Kapitel immer mehr zu steigern weiß. Mit der sympathischen Protagonistin Ellie kann sich der Leser sehr schnell identifizieren, denn ihre Gedanken und Gefühle sind absolut glaubwürdig und realistisch. Sie vermisst ihre Schwester, obwohl sie merkt, dass sie nicht viel über sie wusste, denn Nina war immer irgendwie sprunghaft und hat vieles für sich behalten. Ellie hofft natürlich ihre Schwester zu finden und diese Hoffnung macht sie noch sympathischer für den Leser.

Anfangs hatte ich jedoch leider nur Sympathie für Ellie, da mir die anderen Charakter irgendwie sehr oberflächlich und klischeehaft vorkamen, wie beispielsweise ihr schwuler Freund Brad oder ihre reiche, beste Freundin Amanda. Auch ihre Mutter, die irgendwie nie da war und die sich auch während Ellie fort war nie gemeldet hat, hat mich zeitweise leicht stutzig gemacht.

Als dann jedoch Sean ins Geschehen tritt, gewinnt die Geschichte wieder an Fahrt, denn Sean ist nicht nur merkwürdig und charmant, er ist auch interessant und hat mich sehr zwiegespalten zurück gelassen. Er ist ein gutaussehender junger Mann, der Ellie auf ihrer Suche hilft und sie mit seinem Auto quer durchs Land fährt, um ihre Schwester zu finden, da er weiß, wie es Ellie geht. Schließlich hat er selbst seinen Bruder verloren und will, dass wenigstens sie ihre Schwester wieder findet. Eine ganze Zeit hält er auch die Sympathie, dann jedoch hat er mich sehr schnell skeptisch gemacht.

Mottentanz war für mich ein sehr erfrischendes Jugendbuch, da es keinerlei Fantasyelemente enthält vor denen man sich ja inzwischen kaum mehr retten kann. So ist es gut, dass auch andere Genres bedient werden, was mir nach den Bücher von Monika Feth etwas gefehlt hat. Mottentanz erinnert zeitweise von der Grundidee etwas an die Reihe mit Jette und ihren Freundinnen, wenn die Geschichte und der Schreibstil auch völlig anders sind.

Sehr gut hat mir gefallen, dass das Buch neben der Spannung auch noch weitere Elemente wie Liebe, Humor und Stoff zum Nachdenken geboten hat, denn Lynn Weingarten übermittelt auch die Liebe zur Schwester und die besondere Verbindung zwischen ihnen. Ich selber habe zwar keine, konnte die Gefühle aber dennoch nachvollziehen.

Interessant und neu fand ich auch die schönen Zeichnungen, die teilweise eingebaut wurden und die Geschichte unterstreichen und realistischer wirken lassen. So hat man wirklich das Gefühl, man selbst würde nach Nina suchen und mit jedem Hinweis den man findet, kommt man ihr ein bisschen näher.

Meiner Meinung nach ist Mottentanz ein perfektes Sommerbuch, ähnlich wie die Bücher von Monika Feth, in dem man auf eine Reise und eine große Suche gehen kann, um sich zwischen den Seiten zu verlieren. Mottentanz ist sehr spannend und mitreißend, sowie modern und spritzig erzählt und lässt seinen Leser nicht mehr los.

Wertung: 4,5/5

Vielen Dank an Katharina Göring vom cbt-Verlag für die freundliche und überraschende Bereitstellung von Mottentanz .

Ich husche jetzt erstmal ins Bettchen - Ich bin so wahnsinnig müde irgendwie! Gute Nacht!
Eure Marie
27.12.10 22:54
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Charlousie / Website (31.12.10 14:07)
Huhu! Ich habe vorgestern "Mottentanz" auch durchgelesen und deine Rezension war wirklich schön! Doch ich hatte viel mehr zu bemängeln und insgesamt gefiel es mir nicht ganz so gut, wie dir!
Liebe Grüße, wünsche noch einen guten Rutsch!

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